Informationsschreiben zur Aktion „Erhöhte Waldbrandgefahr“
1. Ausgangslage: Akute Bedrohungslage im Osten Österreichs
• Historischer Höchstwert: Das European Forest Fire Information System (EFFIS) zeigt wegen einer extremen Hitzewelle erstmals die höchste Waldbrandgefahrenstufe für den Osten Österreichs für das kommende Wochenende an.
• Kriterien des EFFIS: Das System berechnet das Risiko datenbasiert aus Faktoren wie aktuellen Temperaturen, vorhandenem Baumbestand sowie der Feuchtigkeit im Boden und im Holz.
• Besonders betroffene Regionen: Am Wochenende sind primär die niederösterreichischen Bezirke Mödling, Baden, Bruck an der Leitha, Mistelbach und Gänserndorf in der „Extremen“ bzw. „Sehr Extremen“ Zone ausgewiesen.
• Südeuropäisches Niveau: Die Alarmstufe „Sehr Extrem“ wurde ursprünglich ausschließlich für die weitaus gefährdeteren südeuropäischen Länder eingeführt.
2. Hauptursache für Waldbrände
• Menschliches Fehlverhalten: Laut Daten der Universität für Bodenkultur (BOKU) werden rund 85 % aller Waldbrände in Österreich direkt durch den Menschen ausgelöst.
• Primäre Brandursache: Achtlos weggeworfene Zigaretten stellen den Hauptgrund für den Ausbruch von Bränden dar.
• Konsequenz: Es besteht dringender Bedarf, das Bewusstsein der Bevölkerung für die akute Gefahr und vorsichtiges Verhalten zu schärfen.
• Offizielle Verhaltensregeln: Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) stellt im Rahmen seines Aktionsprogramms offizielle Verhaltenstipps zur Waldbrandvermeidung bereit. Diese sind auch in Englisch verfügbar.
3. Die Initiative: Das neue lokale Warnsystem
• Kooperationspartner: Der NÖ Landesfeuerwehrverband, die NÖ Brandverhütungsstelle, der NÖ Zivilschutzverband und das Land NÖ haben eine gemeinsame Aktion gestartet.
• Ziel der Aktion: Das Waldbrandrisiko soll zukünftig flächendeckend auf örtlicher Ebene einheitlich und verständlich kommuniziert werden.
• Finanzierung: Das Land Niederösterreich bemüht sich derzeit um finanzielle Unterstützung durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft mittels Geldern aus dem Waldfonds um auch weiterführendes Informationsmaterial den Gemeinden zur Verfügung stellen zu können.